Rosenzeit

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In Weinbaugebieten bewundert man oft eine opulente Rosenpracht. Da hat einen sehr pragmatischen Hintergrund: Rosen werden schneller vom Mehltau befallen als der Wein und dem Winzer bleibt nach Befall dieser attraktiven Zeigerpflanzen oft noch Zeit, den Wein zu schützen. Naja, und seien wir ehrlich: die Blüte des Weins ist eher unspektakulär und die Rosen verschönern die Weinberge um einiges!

Ein neuer Beginn

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Nun bemerkt man es ganz deutlich: der Frühling beginnt. Aus den leblos anmutenden Weinreben brechen die erste Knospen hervor. Am Wochenende waren wir im weinbaugebiet Südtirol. Die Vegetation ist hier im Tal des Kalterer Sees bereits viel weiter. Erste Blätter zeigen sich an den Weinreben und die Apfelblüte ist im vollen Gang.

Eine leise Ahnung von Frühling

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Nach vielen Tagen Regen und Wolken, freut man sich auch auf ein par Stunden Sonnenschein am Morgen. Immer wieder ein Wunder uns ein Vorgeschmack auf den bevorstehenden Frühling.

Alte Weinbergsanlagen

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Auch im Pfülben gibt es nach der Flurbereinigung alte Weinberganlagen zu besichtigen. Interessantestes Beispiel ist der Museumsweinberg "Altfränkischer Wengert", auf dem auch heute noch vorzüglicher Wein nach alter Tradition im gemischten Satz angebaut wird. Hier ist alles Handarbeit und damit ziemlich beschwerlich - aber das Ergebnis zeigt: es lohnt sich!

Herbsttage

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Der Herbst hat immer seine Reize. Warum zur Zeit alle Welt im Weihnachtsstress ist, versteht man nur begrenzt. Hier am Lesesteinriegel des Pfülben bieten sich eigenwillige Bilder - erinnert ein bisschen an Monument Valley! Normalerweise werden hier die Muscchelkalksteine des Pfülbens gesammelt, die zwischen den Rebzeilen stören würden.

Mosel-Saar-Ruwer-Weinprobe

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Ein Weinbaugebiet, das mit 5300 ha Rieslinganbaufläche nicht nur das größte Rieslinganbaugebiet, sondern auch das größte Steillagenweinbaugebiet der Welt ist, trifft auf das fränkische Randersacker, dessen Rieslinge in den Steillagen des Muschelkalks wachsen. Was bewirkt der Schiefer, was bewirkt der Muschelkalk im Zusammenhang mit dem Riesling und welche Philosophien verfolgen die einzelnen Winzer. Das war der entrale Punkt der Verkostung. Ein Abend, der viele neue Eindrücke vom Weinbaugebiet Mosel hinterlies, aber auch wieder Randersackerer Riesling in den Fokus zog.

 

2012 Riesling Kabinett trocken; Weingut Bardorf, Franken

Vollmundiger Klassischer Riesling, fränkisch trocken ausgebaut als perfekter Essensbegleiter

2011 CLASSISC Riesling; Weingut Henn-Schwab

Ungewöhnlich trocke für einen Moselresling, aber sehr angenehm mit einer leichten Honignote im Abgang

2013 Pfülben Riesling trocken, Weingut Trockene Schmitts

Trocken undleichte Frucht – ein wunderschöner Riesling mit der Opulenz einer Spätlese

2014 C.A.I. Immich-Batterieberg Riesling Kabinett

Leichter Sommerwein zu leichten Salaten

2013 Escheburg Immich-Batterieberg Riesling

Spontanvergorener trockener Riesling von der Mosel

2013 Batterieberg Immich-Batterieberg

Spontanvergorener reifer trockener Riesling von der Mosel mit Geschmacksnoten nach Sternfrucht – sehr ungewöhnlich

2014 Wolfer Goldgrube, Riesling Kabinett; Weingut Vollenweider

Ein sehr runder Riesling mit den typischen Pfirsichnuancen und dem leichten Honigton im Abgang

2012 Randersackerer Pfülben, Resling Spätlese, Weingut M. Göbel

Wie immer ein formvleendeter fränlkischer Risling der besten Lage, trocken aber mit einem Honigton im Abgang, ein Wen zum Sonntagsmahl

2012 Lorenzhöfer Riesling, Selektion von alten Reben Spätlese trocken, Weingut Karlsmühle

Ein wunderschöner runder Ruwer-Riesling mit den klassischen Pfirsich-Aromen und einer verhaltenen Säure

2014 Steffensberg Riesling, Weißer Künstler,

Trockener Rieslingwein von der Mosel, säurebetonter trockener Rieslingmit verhaltenen leichten Fruchtaromen

2005 MANDOLIN Riesling Monterey

Ausgewogenes Säure-Fruchtspiel, nach 10 Jahren leichter Alterungston, der aber angesichts seiner ausgeprägten Körpers sofort in den Hintergrund tritt.

2010 Henn’s Tutti, Riesling Auslese; Weingut Henn-Schwab

So wie wir die Mosel lieben, ein starker körperreicher Wein, der mit ungefähr 60 Gramm Restzucker aber einer passenden Säure einläd, noch mehr zu trinken und von sonnenverwöhnten Spätsommertagen zu träumen.